Birkenzucker – Süß & gesund?

Xylitol, Pentanpentol diese Namen klingen nicht wirklich natürlich. Dabei leitet sich der Name lediglich von der Xylose, besser bekannt als Holzzucker ab.

Xylitol wird oft als Birkenzucker bezeichnet. Ursprünglich in Finnland aus Birken und Buchen gewonnen, kann dieser natürliche Zuckerersatz heutzutage aber auch aus anderen Holzrinden und faserreichen Gemüsen und Früchten gewonnen werden. Sein Äußeres und Geschmack sind fast identisch mit herkömmlichem Kristallzucker. Seine Wirkung auf den menschlichen Körper unterscheidet sich jedoch stark.

Zahngesundheit

Hauptsächlich bekannt ist Birkenzucker in der Zahnpflege. Als Xylit bezeichnet, hat er die Eigenschaft, dass im Mund befindliche Bakterien den Zuckerersatz nicht abbauen können. Bei diesen Abbauprozessen entstehen, im Gegensatz zu kurzkettigen Zuckerarten, keine Säure durch den Abbauprozess. Auf den Zahnschmelz wirkt Xylit stärkend und fördert die Remineralisierung. Xylit ist Bestandteil vieler Zahnpasten und einiger Kaugummis um die tägliche Zahnpflege und Mundgesundheit zu unterstützen.


Positiv für das Körpergewicht

Im Vergleich zu Kristallzucker, der bei übermäßigem Verzehr das Körpergewicht erhöht, hilft der Birkenzucker das Gewicht zu regulieren. Da Birkenzucker viel kalorienärmer als Kristallzucker ist, eignet er sich sehr gut für Diäten. Positiv wirkt er sich auch auf den Blutzuckerspiegel aus. Da nur etwa 25% vom Birkenzucker im Dünndarm absorbiert und im Körper zu Glukose umgewandelt werden, führt Birkenzucker nicht zu einer übermäßigen Insulinausschüttung und hält dadurch den Blutzucker stabil. Der Rest wird im Dickdarm von den Bakterien zu kurzkettigen Fettsäuren fermentiert. Im Vergleich zum Kristallzucker, mit einem glykämischen Index von 70, liegt der Birkenzucker zehn Mal tiefer bei 7!

So können auch Heißhungerattacken und das Verlangen nach Süßem etwas reduziert werden. Zusätzlich fördert die regelmäßige Verwendung des Birkenzuckers den natürlichen Verdauungsprozess und hilft beim Aufbau einer gesunden Darmflora.

Tipps

Da der Abbau von Birkenzucker insulinunabhängig verläuft, bietet er einen idealen Süßstoff für Diabetiker. Mit seinem fruchtigen und leicht kühlenden Geschmack eignet sich der Birkenzucker hervorragend zur Herstellung von Backwaren, Süßspeisen und Marmeladen.

Wegen seiner antibakteriellen Wirkung ist der Birkenzucker speziell für die Zubereitung von Hefeteig geeignet, da er keinen Nährboden für Pilzarten bietet.

Achtung! Nicht alles was uns Gutes tut, hat den gleichen Effekt bei zum Beispiel unseren Haustieren. Birkenzucker sollte nicht an Hunden verfüttert werden! So kann bei Hunden die Ausschüttung des körpereigenen Insulins in das Blut deutlich steigen. Dies kann zu einem lebensbedrohlichen Abfall des Blutzuckerspiegels führen.

Fazit

Xylitol bietet für uns viele Vorteile, sowohl als Zuckerersatzstoff, als auch in der Mundhygiene. Jedoch sollte Wert darauf gelegt werden, dass Xylitol nicht mit Hilfe gentechnischer Verfahren hergestellt wurde. Xylitol ist zwar ein natürlich vorkommender Stoff, doch muss er für Lebensmittel oder Pflegeprodukte durch aufwändige industrielle Verfahren verarbeitet werden und ist daher auch teurer.

 

2017-07-10T23:43:04+00:00

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