Blaubeere – Das gesunde Blau

Arten & Verbreitung

Die Blaubeere gehört zur Familie der Heidekrautgewächse, was der Grund für die Gattungsbezeichnung „Heidelbeeren“ ist. Der wild wachsende Zwergstrauch wird zwischen 10 und 60 cm hoch und kann 30 Jahre alt werden. Als Wurzelkriecher vermehrt sich die Pflanze durch Ausläuferbildung und kann so mehrere 1000 qm Fläche bedecken. Die Blaubeere bzw. Heidelbeere ist ein Tiefwurzler (bis 1m) und bevorzugt sandige, nährstoff- und basenarmen Böden im Halbschatten frischer, offener Nadelwälder. Sie wächst hauptsächlich in den gemäßigten nordischen Zonen Eurasiens bis zu einer Höhe von ca. 2300m. Weitere wilde Arten der Blaubeere wachsen in Kanada und Alaska. Die Erntezeit beginnt im Juli und erstreckt sich bis in den Oktober.

Das gesunde Blau

Es sind vor allem die Anthocyane, die die Blaubeere für uns Menschen so wertvoll macht. Diese Antioxidantien binden in unserem Körper die zellschädigenden freien Radikale und schützen so unsere DNA. Anthocyanen wird ein positiver Einfluss auf unsere Sehvorgänge, sowie eine entzündungshemmende und gefäßschützende Wirkung zugeschrieben. Außerdem verleihen sie der Blaubeere ihre typische Färbung.

Die in der Blaubeerfrucht enthaltenen Gerbstoffe wirken zusammenziehend, wodurch entzündete Stellen z.B. im Rachen geschützt werden. Im Magen-Darm-Trakt führen die Gerbstoffe zu einer Verdichtung der Oberfläche. Krankheitserreger können so schwerer eindringen. Weiterhin wird der Flüssigkeitsstrom in den Darm verringert, was bei unspezifischem Durchfall hilfreich ist.

Studien

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Studien und Forschungsergebnissen zur Blaubeere. Und die Lobpreisungen für die kleine Wunderfrucht in Bezug auf unsere Gesundheit nehmen stetig zu.

So berichtet die Zeitschrift „Neurobiology of Aging“, dass Forscher denken, dass Blaubeeren als Nahrungsergänzung bei ALS, Alzheimer und Parkinson dem Rückgang der Gehirnfunktion entgegenwirkt. Andere Studien bescheinigen der Blaubeere positive Effekte beim Abbau von Bauchfett, zeigen, dass sie vorbeugend gegen vaskuläre Herzerkrankungen eingesetzt werden können, oder dass sie helfen Cholesterinwerte zu normalisieren. Die in der Blaubeere natürlich vorkommenden Polyphenole sollen zudem schädigende Effekte durch oxidativen Stress verhindern.

Warum „wild“ besser ist

Neben der wild wachsenden Blaubeere gibt es noch die um 1900 gezüchtete „kultivierte Blaubeere“, auch Amerikanische Blaubeere genannt. Sie unterscheidet sich nicht nur durch die größeren Früchte von der Wildheidelbeere. Ein wichtiger Unterschied besteht darin, dass die für uns Menschen wertvollen Pflanzenfarbstoffe (Anthocyane) bei der kultivierten Frucht nur in der Schale vorkommen, in der wilden Frucht zusätzlich auch im Fruchtfleisch zu finden sind. Das macht die Wildbeere aromatischer und liefert mehr wichtige sekundäre Pflanzenstoffe.

2017-06-04T11:13:28+00:00

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